
Ich bin vom ATVD zertifizierter Lehrer der F.M. Alexander-Technik, ausgebildet bei Jonathan Sheratte im Alexander Technique Centre Berlin. Diese Ausbildung umfasst 1600 Zeitstunden über drei Jahre mit fünf Unterrichtstagen pro Woche. Diese intensive und kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Technik nach den hohen Qualitätssstandards des ATVD sichert eine hochwertige Arbeit. Weitere Informationen zu den Ausbildungsstandards findest Du hier.
Durch das Medizinstudium habe ich einen sachlich fundierten Blick auf die Alexander-Technik. Bei Unklarheiten, ob sie bei medizinischen Problemen indiziert ist oder doch erst ärztliche Hilfe aufgesucht werden sollte, stehe ich gern beratend zur Seite.
Durch meine Leidenschaft für Tanz und Musik kann ich mich bei spezifischeren Themen in diesem Feld wahrscheinlich gut in dich hinein versetzen, wenn du im künstlerischen Bereich zu Hause bist.
Medizin
Mein Medizinstudium habe ich an der OvGU Magdeburg begonnen und werde es voraussichtlich in 2026 an der Charité Universitätsmedizin Berlin fertigstellen.
Die Frage, wie mein Körper funktioniert, begleitet mich schon lange – nicht aus reiner Neugier, sondern weil sie mich staunen lässt. Wie ist es möglich, dass dieses komplexe Zusammenspiel aus Zellen, Geweben, Organen einfach… funktioniert? Und was heißt eigentlich gesund sein inmitten all dieser Dynamik?
Im Medizinstudium bin ich in die faszinierende Welt von Anatomie, Physiologie und Biochemie eingetaucht. Ich durfte begreifen – im wahrsten Sinne des Wortes –, wie Muskeln, Nerven, Organe aussehen, sich anfühlen, wie sie zusammenarbeiten. Dieses Lernen war kein rein kognitiver Prozess. Es war ein tastendes, neugieriges Eintauchen in die Intelligenz des Körpers. Ich bin sehr dankbar, auf diese Weise Zugang zu einem so tiefen Verständnis des menschlichen Organismus erhalten zu haben.
Doch mein Weg in der Medizin hört nicht bei der Faszination für das Funktionieren auf. Immer wieder taucht eine noch tiefere Frage auf: Was bedeutet es eigentlich, wirklich zu heilen? Was heißt es, gesund zu sein? Wie kann ich mein Leben so gestalten, dass ich der Gesundheit möglichst wenig im Weg stehe? Und wie kann ich andere Menschen auf diesem Weg begleiten?
Ich habe erfahren, dass es oft nicht ausreicht, ein Symptom zu beheben. Der Mensch ist ein vielschichtiges Wesen – körperlich, psychisch, sozial und darüber hinaus. Krankheit und Gesundheit lassen sich nicht auf eine einzelne Ebene reduzieren.
Ein Gedanke, der mich besonders berührt hat, stammt von F. M. Alexander: Was tue ich mit mir selbst, das zu Beschwerden führt – und wie kann ich lernen, damit aufzuhören? Diese Frage öffnet einen ganz anderen Raum. Einen Raum, in dem es nicht nur um Behandlung, sondern um Beziehung zu sich selbst geht. Diese Frage führt aus meiner Sicht sehr nah an dern Kern auf der Suche nach einer Lebensweise von gelebter Gesundheit.
Ich erlebe Medizin heute als ein Feld, in dem viele Perspektiven Platz haben dürfen. In der sogenannten Integrativen Medizin können verschiedene Medizinsysteme miteinander ins Gespräch gebracht werden: die Schulmedizin ebenso wie z. B. Traditionelle Chinesische Medizin, Naturheilkunde, Osteopathie oder Alexander-Technik. Für mich ist das kein „Entweder-oder“, sondern ein ehrliches Ringen um mehr Ganzheit – immer mit dem Menschen im Mittelpunkt.
Alexander-Technik
Auf die Alexander-Technik bin ich 2021 aus reiner Neugier gestoßen. Damals beschäftigte ich mich gerade mit Ergonomie am Arbeitsplatz. Ich arbeitete viel am Computer, oft begleitet von Nacken- und Rückenschmerzen. Also richtete ich mir den Arbeitsplatz körpergerechter ein – in der Hoffnung, so meine Beschwerden loszuwerden.
Doch dann kam die Entdeckung der Alexander-Technik – und mit ihr die Erkenntnis: Auch der perfekteste Arbeitsplatz hilft wenig, wenn ich außer Acht lasse, wie ich mich bewege, wie ich mich halte, wie ich denke.
Ich entdeckte, dass körperliche Haltung immer auch ein Ausdruck innerer Haltung ist. Wenn schon in der Idee, etwas zu tun, Spannung liegt – dann folgt ihr der Körper. Ich erkannte: Körper und Geist lassen sich nicht trennen, auch wenn unsere Sprache das oft suggeriert.
Die Alexander-Technik hat mir gezeigt, wie ich Spannungen schon in ihrer Entstehung wahrnehmen kann. Und anstatt ihnen reflexhaft zu folgen, kann ich innerlich einen Raum öffnen – einen Ort, an dem ich mich selbst nicht antreibe, sondern mir Unterstützung erlaube.
Mein Leben begann leichter zu werden. Bewegungen wurden flüssiger. Ich fühlte mich verbundener mit mir selbst.
Und das Erstaunliche war: Diese Präsenz, diese Leichtigkeit, die ich aus der Contact Improvisation kannte – ich konnte sie auf einmal überall spüren. Beim Zähneputzen. Beim Sprechen. Beim Sitzen. Beim Leben.
Ein Jahr später begann ich meine Ausbildung am Alexander Technique Centre Berlin bei Jonathan Sheratte. Dort wurde mir erst richtig bewusst, wie tief diese Arbeit reicht – nicht nur körperlich, sondern auch emotional und zwischenmenschlich.
Ich entdeckte neue Möglichkeiten im Tanz, aber auch in Beziehungen. Ich fand mehr Klarheit, mehr Authentizität. Ich bekam mehr Zugriff auf mein volles Potenzial.
Und meine Stimme? Viele Jahre war sie belegt, ich musste mich ständig räuspern. Medizinisch war nichts zu finden außer einer leichten Reizung im Kehlkopf. Die Alexander-Technik half mir, den Zusammenhang zwischen Gebrauch und Funktion zu verstehen. Heute ist das Räuspern so gut wie verschwunden. Und meine Stimme klingt freier als je zuvor.
Auch die Nacken- und Rückenschmerzen – einst meine ständigen Begleiter bei der Arbeit am Computer – sind Geschichte.
Was mich immer wieder überrascht: wie viel Freude in den alltäglichsten Dingen stecken kann, wenn ich mich nicht selbst blockiere.
Die Alexander-Technik ist für mich kein Werkzeug zur Selbstoptimierung. Sie ist ein Weg, mich tiefer mit mir selbst zu verbinden – in Bewegung, in Stille, im Kontakt mit anderen.
Ich freue mich über jede Person, mit der ich diese Erfahrung teilen kann. Vielleicht möchtest auch du entdecken, was möglich wird, wenn du dir selbst weniger im Weg stehst? Bei Interesse oder Fragen zögere nicht, Kontakt mit mir aufzunehmen.
Contact Improvisation
Nach der Schule war ich auf der Suche nach einem Weg, auf dem meine Begeisterung und vielfältige Interessen Ausdruck finden und sich entfalten können.
Durch die Contact Improvisation lernte ich eine Praxis kennen, in der Offenheit und Ungewissheit nicht als Defizit, sondern als Ausgangspunkt verstanden werden. Eine Form der Bewegung, in der nicht vorab festgelegt wird, was entstehen soll, sondern in der Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Präsenz im Vordergrund stehen.
Besonders prägend war für mich die Erfahrung von nonverbaler Kommunikation. In der Berührung und im gemeinsamen Bewegen wurde spürbar, wie viel Information jenseits von Sprache ausgetauscht wird. Ohne festgelegte Absicht oder Planung entsteht ein Dialog, der sich aus dem Moment heraus entwickelt.
In dieser Offenheit verändert sich auch die Qualität von Ausdruck. Bewegung wird unmittelbarer, weniger gewollt und weniger gefiltert. Die Aufmerksamkeit richtet sich stärker auf das aktuelle Geschehen als auf eine äußere Form oder ein Ergebnis. Es fasziniert mich immer wieder, wie viel ich vom Gegenüber wahrnehmen kann, wenn ich in Berührung bin – ohne Absicht, ohne Plan.
Contact Improvisation ist für mich eine Sprache jenseits der Sprache, eine Form, dem, was gerade ist, direkt Ausdruck zu verleihen – auf eine Weise, wie Worte es niemals könnten.
Als ich dies in Marburg entdeckte, wusste ich: Ich war angekommen. Und als ich nach Berlin zurückkehrte, wurde mir klar – ich war mitten im El-Dorado der Contact Improvisation gelandet. Voller Begeisterung tauchte ich ein in die Welt des Tanzes.
In meiner Studienstadt Magdeburg gab es dann leider keine bestehende Contact-Szene. Keine Jams. Keine Klassen. Also beschloss ich, mein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen – und begann zu unterrichten.
Musik
Musik begleitet mich seit meiner Kindheit. Ich habe früh Geigenunterricht erhalten, im Orchester gespielt, mir später das Gitarrenspiel selbst beigebracht und in Chören gesungen.
In den letzten Jahren hat mich besonders das Singen intensiver beschäftigt. Durch Gesangsunterricht wurde mir deutlich, wie eng die Stimme mit Haltung, Atem, Spannung und innerer Ausrichtung verbunden ist. Gleichzeitig wurde sichtbar, wie sehr stimmlicher Ausdruck von unbewussten Gewohnheiten beeinflusst wird – und wie viel Potenzial frei wird, wenn diese erkannt und verändert werden können.
Mit der Alexander-Technik hat sich mein Zugang zur Musik weiter vertieft. Ich begann genauer wahrzunehmen, wie musikalischer Ausdruck den ganzen Körper einbezieht und wie hilfreich es ist, weniger zu machen und stattdessen Bedingungen zu schaffen, in denen Klang entstehen kann.
Eine besondere Nähe empfinde ich dabei zur Improvisation. Aus meiner Erfahrung im Tanz weiß ich, wie tragfähig es sein kann, nicht mit Erwartungen zu arbeiten, sondern mit Aufmerksamkeit. Wenn Hören, Wahrnehmen und Geschenlassen im Vordergrund stehen, entsteht Ausdruck aus dem Moment heraus. Der Prozess wird wichtiger als das Ergebnis.
Auch in der Musik wird dieser Zugang für mich immer bedeutsamer: offen zu bleiben für das, was sich zeigt, statt etwas Bestimmtes erreichen zu wollen. Diese Haltung hat mein eigenes Musizieren nachhaltig verändert – in der Stimme, im instrumentalen Spiel und im Zusammenspiel mit anderen.
Neugierig geworden? Dann wirf doch mal einen Blick auf mein Angebot und vereinbare einen Termin für eine Probestunde oder ein ein kostenloses Beratungsgespräch.
